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Wiesbaden

Das „Nizza des Nordens“

Eine wunderschöne Spielbank im historischen Kurhaus, imposante Villen und Gebäude im Quellenviertel, Parks und Alleen und ein Staatstheater zeugen immer noch von einer prächtigen Vergangenheit. Nicht umsonst wurde die Stadt Wiesbaden in ihrer Glanzzeit „Nizza des Nordens“ genannt. Zur Sommerfrische kam sogar der Kaiser. Die mondäne Kurstadt mit ihren gut zwei Dutzend Mineralquellen hatte es Wilhelm II. angetan und somit wurde Wiesbaden auch über die überregional bekannt.

Heute ist Wiesbaden eine kleine Metropole mit hübschen Parks, guten Restaurants und der Einkaufsmeile „Wilhelmstraße“.

Schon bei der Ankunft am Hauptbahnhof in Wiesbaden bekommst du ein Gefühl für die wunderbare Architektur, die die Stadt prägt: Der Bahnhof wurde nämlich 1906 im Stil des Neobarocks entworfen.

Einmal angekommen, kannst du die meisten Ziele in Wiesbaden zu Fuß super erreichen. Fährst du lieber mit dem Fahrrad fährt, so kannst du dir an Gleis 11 am Bahnhof gleich eins leihen: Dort befindet sich in einem alten Bahnwaggon ein Fahrradverleih. Und dann geht’s auch direkt los.

Wiesbaden, Nizza des Nordens

Sehenswertes

Wir waren an Weihnachten 2018 für einen Zwischenstopp in Wiesbaden und versuchten die kurze Zeit im „Nizza des Nordens“ zu nutzen, um uns zumindest einige der Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Zu den schönsten dieser Sehenswürdigkeiten Wiesbadens gehört sicherlich der Schloßplatz, um den herum sich ein Ensemble von historischen Gebäuden befindet. Die Gegend um den Schloßplatz wird auch das „Historische Fünfeck“ bezeichnet.

An der Nordseite des Schloßplatzes befindet sich das ehemalige Stastschloss der Nassauischen Herzöge aus den Jahren 1837 bis 1842. Heute ist hier der Hessische Landtag untergebracht.

Östlich des Historischen Fünfecks verläuft die Wilhelmstraße, DIE Einkaufsmeile Wiesbadens mit noblen Geschäften und tollen Restaurants. Ich mag die Wilhelmstraße sehr! Du bekommst hier alles, was das Herz begehrt. Hier findet übrigens jedes Jahr Anfang Juni das Wilhelmstraßenfest statt. Solltet ihr in dieser Zeit in der Nähe sein – unbedingt hingehen!

In der Altstadt spielt das Leben vor allem rund um Goldgasse und Grabenstraße. Hier findet man kleine Läden und viele Restaurants. Charmant ist auch das Bergkirchenviertel mit seinen engen, oft kopfsteingepflasterten Sträßchen.

Das Kurhaus wurde zwischen 1905 und 1907 von Friedrich von Thiersch erbaut. Hier befindet sich heute die Spielbank Wiesbadens. Die Kurhauskolonnaden sind mit einer Länge von 129 Metern die längste Säulenhalle Europas. Unbedingt erkunden sollte man übrigens auch die schönen Gartenanlagen in der Innenstadt: den Warmen Damm und den Kurpark.

Superschön ist die Kaiser-Friedrich-Therme, ein wunderschönes Jugendstilbad, das von einer der vielen Thermalquellen der Stadt gespeist wird. Als Alternative hierzu gibt es im Sommer das Opelbad auf dem Neroberg, ein bezauberndes Freizeitbad im Bauhaus-Stil mit einem sensationellen Blick auf die Stadt.

Wiesbaden, Nizza des Nordens

Der Neroberg

Wirklich sehr angetan hat es mir die Russisch-Orthodoxe Kirche auf dem Neroberg. Sie wurde 1847 bis 1855 von Herzog Adolf von Nassau anlässlich des frühen Todes seiner Frau, der 18-jährigen russischen Prinzessin Jelisaweta Michaiowna, Großfürstin von Russland und Herzogin von Nassau (1826–1845), erbaut.  Am 25. Mai 1855 wurde die Kirche schließlich zu Ehren der heiligen Elisabeth, der Mutter Johannes des Täufers und Namensheilige der Verstorbenen, geweiht.

Die vollständige Bezeichnung der Kirche lautet Russisch-Orthodoxe Kirche der heiligen Elisabeth in Wiesbaden. In Wiesbaden wird häufig auch noch die Bezeichnung Griechische Kapelle verwendet, weil im 19. Jahrhundert orthodoxe Kirchen als „Griechische Kirchen“ bezeichnet wurden.

Hotels

Ich wollte bei meinem letzten Besuch unbedingt den „Schwarzen Bock“ ausprobieren, ein Grandhotel alter Schule, das heute von der Radisson-Hotelkette betrieben wird. Das Hotel befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Kurhaus und der Wilhelmstraße. Parken ist etwas tricky, denn das Parkplatzangebot vor dem Hotel ist sehr begrenzt. Das Parkhaus des Kurhauses ist allerdings nur 100 Meter entfernt, somit haben wir das genutzt. Wir hatten unseren Hund dabei (einen Labrador), der sehr herzlich begrüßt wurde. Nicht immer üblich in den Grandhotels.

Das Hotel zählt insgesamt 142 individuelle Zimmer und Suiten, die 2014 alle komplett renoviert wurden. Wir hatten (warum auch immer) ein Behindertenzimmer erhalten, das wirklich mehr als großzügig ausgerichtet war. Die „Dostojewski Bar“ ist übrigens super, deswegen solltet ihr hier unbedingt vorbeischauen und einen Drink nehmen!

DER Klassiker ist das seit 1813 bestehende Hotel Nassauer Hof, nur 300 Meter vom historischen Schlossplatz entfernt. Ich muss gestehen, dass ich das Hotel selbst privat noch nicht gebucht habe, sondern nur mit Veranstaltungen meiner Agentur dort übernachtet habe. Ein Traum mit 5-Sternen im Zentrum Wiesbadens bietet alles, was das Herz begehrt: elegante Zimmer, ein mit einem Michelin-Stern ausgezeichnetes Restaurant und hervorragende Wellnesseinrichtungen. Definitive Empfehlung.

Ein tolles Boutiquehotel ist das Hotel Klemm in einem denkmalgeschützten Jugendstil-Villa, die 1888 erbaut wurde und mit einer prächtigen historischen Außenfassade besticht.

Wiesbaden, Nizza des Nordens

Es gibt tolle Restaurants in Wiesbaden, die Liste ist wirklich lang. Nach wie vor toll ist immer wieder die „Ente“ im Hotel Nassauer Hotel (Michelin-Stern!) oder das französische Restaurant „Les Deux Dienstbach“ betrieben von Zwillingsschwestern (großartig!)

Ich selbst liebe die Villa im Tal, ein so schönes Restaurant in einer historischen Fachwerkvilla – tolle Küche mit österreichischem Touch (top!)

Übrigens: Rhein und Wein sind mit Wiesbaden ebenfalls untrennbar verbunden. Namhafte Kellereien sind hier ansässig. Der nahe Rheingau verbindet sich harmonisch mit der Stadt am Rhein, dem „Tor zum Rheingau“.

Fazit

Vielleicht auch, weil ich ganz in der Nähe aufgewachsen bin, Hessen, Frankfurt und insbesondere Wiesbaden für mich sehr positiv besetzt sind, kann ich die Stadt als Citytrip auf jeden Fall empfehlen. Hotelzimmer habe ich dieses Mal über hotel.de gebucht. Habt ihr auch Lust auf eine Städtereise in Nizza des Nordens bekommen und ihr weitere Infos über Wiesbaden möchtet, dann schaut hier:

https://www.wiesbaden.de/tourismus/sehenswertes/index.php

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