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Dany's Destination Diary
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Wintercamping mit dem Wohnmobil

Vermeidbare Fails

Nachdem wir uns vor fast zwei Jahren ein eigenes Wohnmobil zugelegt haben und bereits einige traumhafte Touren in dieser Zeit mit dem Womo gemacht haben, war unser Plan im letzten Winter, das erste Mal so richtig Wintercamping zu erleben. Kalt, ungemütlich, geht gar nicht? Nein, romantisch und bestimmt richtig gut!

Leider fiel das aufgrund der Covid-19 Situation zumindest für den letzten Winter ins Wasser. Auf der anderen Seite hatten wir somit auch die Gelegenheit, nochmal genauer zu schauen, welche vermeidbaren Fails es beim Camping im Winter mit dem Wohnmobil so gibt. Glücklicherweise, kann man sagen, denn das ein oder andere hätten wir eventuell verpeilt 😉 Jetzt hoffen wir einfach mal, dass wir noch in diesem Jahr oder Anfang des nächsten Jahres Womo-Wintercamping trotz aller eventuellen Einschränkungen schaffen.

Wintercamping mit dem Wohnmobil
javi_indy / istock Info Info

Fail 1: Keinen Platz vorher gebucht

Was im Sommer durchaus mal geht oder auch in der ferienlosen Zeit, ist im Winter fast unmöglich: Einfach mal losfahren und dann findet man schon irgendwo im Skigebiet einen Platz. Das ist leider ein Trugschluss: Viele Campingplätze sind von Oktober bis April geschlossen oder zumindest nur eingeschränkt nutzbar.

Sind die Plätze geöffnet, so empfiehlt es sich in jedem Fall frühzeitig zu buchen. Gerade die wirklich schönen Plätze im Skigebiet oder am besten die, die sich direkt am Lift befinden, sind meist weit im Voraus ausgebucht. Hier ist eine frühe Recherche und Buchung in jedem Fall angesagt.

Fail 2: Warm wird es auf jeden Fall

Was im Winter absolut hilfreich ist, sind Thermoabdeckungen, mit denen man Fenster und Türen im Führerhaus von innen abdeckt. Somit dringt nicht so viel eisige Luft in das Fahrzeug ein und es können sich keine Kältebrücken bilden. Teppiche, Heizmatten oder auch Isomatten sind hilfreich, wenn man keine Fußbodenheizung hat. Somit kommt die Kälte von unten nicht allzu eisig ins Womo.

Ein super Wärmepuffer ist übrigens auch ein Vorzelt mit Boden. Hier kannst du auch direkt deine Skier, Skischuhe, Schlitten und noch so einiges mehr ablegen und das Vorzelt als Abstellraum nutzen.

Willst du dich körperlich betätigen und bist mitten in einem schneesicheren Ort, so finde ich die Idee eines Schneewalls rund um das Womo total nett. Das macht Spaß, gerade den Kindern, ist kuschelig und hält die Zugluft fern.

Am sinnvollsten ist es natürlich, wenn du dir schon im Vorfeld direkt ein Wohnmobil zulegst oder anmietest, das werkseitig bereits wintertauglich ist. Hier gibt es einen sogenannten Doppelboden unterhalb des Fußbodens, der die Kälte abhält. Dadurch ist der Fußboden isoliert und die Wassertanks sind kältesicher untergebracht.

Fail 3: Gasanlage vor Fahrtantritt nicht überprüft

Ganz übel ist es, wenn du die Gasanlage nicht im Vorfeld überprüfst und die Gasflaschen nicht gefüllt sind. Dann kann es eben leider passieren, dass du so richtig im Kalten sitzt. Vom Kochen etc mal ganz abgesehen, das geht dann eben auch nicht.

Beachte auf jeden Fall, dass du die Gasflaschen mit Propangas füllst. Für Wintercamping ist Propan geeignet, da es auch bei Temperaturen von bis zu -40 Grad noch verdampft. Achtung: Butangas solltest du beim Wintercamping vermeiden, denn dieses geht bereits bei 0 Grad nicht mehr in den gasförmigen Zustand über.

Im Auge behalten sollte man generell den Gasverbrauch der Heizung. Läuft die Heizung wie im Winter in der Regel permanent, hält eine 11-Kilo-Gasflasche maximal 3 Tage. Wenn du also 2 Flaschen dabei hast, sind die relativ schnell aufgebraucht. Abhilfe schafft hier auf vielen Wintercampingplätzen eine 30-Kilo-Gasflasche, die man sich ausleihen kann, im Vorzelt oder vor dem Womo aufbaut und dann mit einem Schlauch angeschlossen werden. Somit bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Am besten erkundigst du dich im Vorfeld beim Campingplatz bezüglich der Verfügbarkeit. Achtung: Im Ausland benötigst du hierfür einen entsprechenden Adapter.

Fail 4: Heizlüfter vergessen

Das unerlässliche Überprüfen der Gasanlage ist das Eine, einen Heizlüfter zusätzlich noch mitzunehmen das Andere. Deswegen solltest du gerade beim Wintercamping darauf achten, einen Stellplatz im Vorfeld zu buchen, der über einen Stromanschluss verfügt. Somit kannst du auch direkt bei Ankunft am Campingplatz mit dem Heizlüfter für eine Grundtemperatur sorgen.

Zusätzlich würde ich außerdem dazu raten, noch einen Föhn mitzunehmen. Somit bist du auf der sicheren Seite, wenn z. B. Leitungen eingefroren sind.

Fail 5: Schnee auf dem Dach liegen lassen

Bist du in winterlichen Gefilden unterwegs, dann kann es rasch auch mal mehrere Zentimeter schneien. Schnell liegt dann ein halber Meter Schnee auf dem Dach. Damit das Womo nicht durch die Schneemassen beschädigt wird, solltest du den Schnee recht zügig vom Dach entfernen.

Vor der Abfahrt sollest du also auf jeden Fall das Dach von Schnee und eventuell bereits gebildetem Eis befreien. Unbedingt also eine Leiter mitnehmen, einen Besen, Handfeger und eventuell eine Schneeschaufel.

Fail 6: Schlechte oder falsche Bereifung

Eigentlich selbstverständlich sollten Winterreifen auf dem Reisemobil sein, wenn du Wintercamping planst. Wer mit Sommerreifen im Winter erwischt wird, muss mit Bußgeldern rechnen. Diese liegen momentan (Nov. 2021) bei EUR 60,00 und mit Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer bei EUR 80,00 und jeweils einem Punkt in Flensburg.
Bei den Winterreifen muss die Profiltiefe mindestens bei 4 bis 5 Millimetern liegen. Zusätzlich würde ich dir raten, noch Schneeketten mitzunehmen und das Anlegen auf jeden Fall im Vorfeld zu üben.

Fail 7: Nicht gescheit lüften

Super wichtig, gerade im Winter, ist ordentliches Lüften im Wohnmobil. Wenn Schwitzwasser an den Wänden herunterläufst, sollest du dieses zunächst mit einem Lappen abtrocknen. Anschließend einmal gescheit durchlüften, auch wenn die Kälte erstmal echt unangenehm ist. Ist aber ja nur kurz und die kalte Außenluft nimmt bei Erwärmung Feuchtigkeit auf, die durch das Lüften wieder nach außen abgeführt wird. Öffne also mindestens zweimal am Tag alle Fenstern und Türen für 6-10 Minuten. Ebenso die Klappen- und Schranktüren. Das ist wirklich wichtig, denn Schwitzwasser ist Gift für die Reisemobile: Das Holz kann aufquillen und somit zur Instabilität führen. Zudem besteht die Gefahr von Schimmelbildung.

Tipp: Neben dem Lüften kannst du übrigens auch eine oder mehrere Socken mit Katzenstreu füllen und ins Fahrzeug legen. Das Katzenstreu nimmt die Feuchtigkeit im Womo auf. Übrigens auch super in normalen PKWs 🙂

Checkliste

Hier findest du nochmal eine Übersicht der Dinge, die du für’s Wintercamping zusätzlich zu deinen normalen Utensilien benötigst:
  • Thermoabdeckung für Fenster und Türen
  • kleine Teppiche, Isomatten oder Heizmatten
  • Leiter
  • Besen oder Handbesen
  • Schneeschaufel
  • Heizlüfter
  • Föhn
  • genügend Propangas
  • Froschutzmittel
  • Arbeitshandschuhe
  • Starterkabel
  • Warn- und Arbeitslampe
  • Katzenstreu

Viel Freude wünsche ich dir beim Wintercamping, hoffentlich im kommenden Winter, weitestgehend coronafrei, ohne Beherbungsverbot, offenen Camping- und Wohnmobilstellplätzen sowie geöffneten Liftanlagen! OK, das ist ein frommer Wunsch, aber wir denken jetzt einfach mal optimistisch :-).

Wir planen auf jeden Fall für die nächste Wintersaison und werden berichten, wenn wir unsere erste Tour hinter uns gebracht haben. Eventuell dann inklusive weiterer Tipps 🙂

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Hi und Herzlich Willkommen, Welcome, Bienvenue und Bienvenido, ich bin Dany.
Schön, dass du meine Seite gefunden hast! Reisen ist Inspiration pur und macht, zumindest mich, einfach nur glücklich, so dass ich jede freie Minute neben dem Fulltimejob in meiner Agentur dafür nutze.
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